STFW Trakt M
Zur Weiterentwicklung des Ausbildungszentrums STFW konnte WZWArchitektur als Ergänzung zu den bereits bestehenden Schul- und Werkstattgebäuden den Trakt M erstellen. Dieser bildet heute das neue Kompetenzzentrum Automobiltechnik.
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Der Bau wurde 2012 mit dem 1.Preis des Architekturpreises der Region Winterthur ausgezeichnet.
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Das „Kompetenzzentrum Automobiltechnik“ ist ein Schulhaus der besonderen Art. Hier lernen angehende Mechatroniker in einer offenen und sorgfältig gestalteten Umgebung, was es braucht, damit Last- und Personenwagen fahren – oder eben was es braucht, wenn sie nichtmehr fahren. Der 71 Meter lange und 17
Meter breite Neubau ergänzt ganz selbstverständlich die lange Kette der Schul- und Werkstattgebäude der Schweizerischen Technischen Fachschule Winterthur (STFW), die entlang der Töss seit 1962 kontinuierlich gewachsen ist. Das Gebäude und seine Architektur haben die Architekten aus der Funktion und dem Nutzungsprogramm heraus entwickelt und trotzdem ist das Haus viel mehr als ein reiner Zweckbau. Der geheimnisvolle Knick im Grundriss etwa reagiert auf den Lauf der Töss direkt hinter dem Haus. Zusammen mit dem zurückspringenden Erdgeschoss schafft er aber gleichzeitig auch viel Platz vor dem Haus fürs Rangieren von grossen Lastwagen. Geschickt und ortsbezogen sind auch die Organisation und Orientierung der Räume: Die hohen Werkstätten liegen über zwei Geschosse gegen die Strasse hin, die Schulungsräume auf drei Stockwerken gegen das lauschige und baumbestandene Tössufer. Die Materialien und ihre Verarbeitung sprechen die Sprache der Automobil technik: Wie Kotflügel gebogene, silbern schimmernde Alupanele hüllen das Haus streifenartig ein, dazwischen liegen die grossen Fensterbänder, welche wie Windschutzscheiben durch dunkle Rahmen gefasst sind. Die elegante Metallfassade umhüllt ein einfaches Betonskelett. Es ist darauf ausgelegt, dass sämtliche Innenwände einfach versetzt werden und so auf neue Nutzungsanforderungen reagieren können. Oder dass daran einfach „angedockt“ werden kann, was mit dem Trakt L 2015 bereits geschehen ist. (Quelle Auszug Publikation AW12 - Architekturpreis Region Winterthur)
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Kommentar der Jury:
Ein erfrischender Gewerbebau, ein Haus als Zeichen seiner Funktion, ein zeitgemässer Repräsentant der ehemaligen Maschinenstadt Winterthur, lobte die Jury das Fach-Schulhaus. Kunstvoll hätten die Architekten Grundelemente der klassischen Moderne mit zeitgenössischen gepaart und so ein Haus geschaffen, das durch sein Aussehen, seine Lage und seine Stimmung Lust auf Arbeit und Lernen darin macht. Dem Beurteilungsgremium fiel ausserdem das ökonomische Bewusstsein, die gewagte, aber gekonnte Farbgebung sowie die Sorgfalt in der Planung und der Ausführung bis hin zum in der Sprache des Hauses konstruierten Handlauf der Treppe auf. Diese Fülle und Kombination von Sorgfalt, Stringenz und Weitsichtigkeit machen das Haus in seiner Weise reichhaltig, wozu man der Bauträgerschaft nur gratulieren kann.
Bauingenieur: Karl Dillier Seuzach
Elektroplanung: IBG Winterthur